Das Broken Heart Syndrom wird häufig auch Stress-Kardiomyopathie oder Tako-Tsubo-Syndrom genannt. Es handelt sich um eine sehr seltene und schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels. 

Symptome
Die Symptome treten meist nach erheblichen emotionalen oder körperlichen Belastungen auf. Es kann sich dabei um belastende Ereignisse handeln, wie z. B. der Tod einer nahestehenden Person. Aber auch erfreuliche Nachrichten, ein Lottogewinn beispielsweise, kann ein Auslöser für das Broken Heart Syndrom sein. Der Körper schüttet eine Überdosis an Stresshormonen aus, sodass sich die Herzgefäße verengen und das Blut nicht richtig im Körper zirkulieren kann. Der Patient leidet an Atemnot, fühlt sich schwach und hat starke Schmerzen im Brustkorb. Es treten die selben Symptome wie bei einem Herzinfarkt auf. Deshalb ist eine Diagnose oft nur schwer möglich.

Geschichte und Häufigkeit
Das Krankheitsbild ist erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Krankheit wurde im Jahr 1991 in Japan erstmals erwähnt. Bis 2006 waren nur rund 700 Krankheitsfälle bekannt. Bei den meisten Patienten handelt es sich um ältere Frauen. Viele Forscher sind jedoch sicher, dass es mehr Fälle von Stress-Kardiomyopathie gibt. Einige schätzen, dass es sich bei jedem hundertsten Infarkt eigentlich um das Broken Heart Syndrom handelt.

Krankheitsverlauf
Erste Vermutungen von Medizinern deuteten darauf hin, dass der Krankheitsverlauf eher ungefährlich sei. Heute weiß man, dass die Gefahr von Komplikationen in der Akutphase, also in den ersten Stunden, ziemlich hoch ist. Es kann beispielsweise zu Kammerflimmern oder Herzrhythmusstörungen kommen. Ist die Akutphase überstanden, bildet sich die Veränderung des Herzmuskels innerhalb weniger Wochen wieder von selbst zurück und das Risiko für ein erneutes Auftreten des Symptoms ist sehr gering.

Therapie
Aufgrund der Seltenheit gibt es bis jetzt noch keine Standardtherapie. In der Akutphase wird der Patient auf der Intensivstation an einen Monitor angeschlossen und rund um die Uhr überwacht. Zudem wird dem Patient eine Infusion verabreicht und eventuell wird eine Ballonpumpe eingesetzt, um das Herz bei der Tätigkeit zu unterstützen.